
Interview with Brian May - English Summary:
- they were taken by surprise by the demand for tickets
- they do plan open air concerts in the summer
- that in addition to Paul Rodgers he and Roger will sing (and even Freddie will be heard!)
- this tour is Queen because he and Roger are Queen
- they will perform more Queen songs than Paul Rodgers stuff
- there will be more concerts, also in the USA
- there will be more music (with Paul Rodgers), maybe even one or more new songs on the tour
English-Translation of the Interview
Kurier-Interview

„Die gute Rockmusik fehlt“
Am 13. April spielen Queen mit neuem Sänger Paul Rodgers in Wien
KURIER: Hätten Sie je gedacht, noch einmal unter den Namen Queen in der Wiener Stadthalle zu spielen?
BRIAN MAY (Gitarre): Das war nie geplant. Ich hatte mein Queen-Leben abseits unseres „We Will Rock You“-Musicals bereits abgeschrieben.
Doch dann kam eine Einladung zum 50-Jahre-Fender-Festival, und dort spielte ich zufällig auch mit Paul Rodgers. Ich habe das Band dieses
Auftritts danach an Roger Taylor (Queen-Schlagzeuger; Anm.) gesandt und auch er war begeistert. Ein paar Wochen später sollten
sowohl Queen als auch Paul bei der Hall Of Fame Show in London spielen. Und wir dachten uns, es sei den Versuch wert, es doch einmal
zu dritt zu probieren. Plötzlich hat es Klick gemacht, und da wussten wir, dass da mehr dahinter steckt.
Nun wird die Tournee punkto Ticket-Verkäufen nur noch von U2 übertroffen.
Ich hatte zwar gehofft, dass wir noch ein paar Leute bewegen, aber dass wir die größten Hallen Europas in kürzester Zeit ausverkaufen, ist
schier unglaublich.
Weshalb gibt es keine Zusatz-Konzerte?
Weil diese Tour spontan entstanden ist, wir in vielen Städten nur mehr das nehmen konnten, was zwischen anderen Konzerten verfügbar war,
und wir auch nur eine gewisse Anzahl an Konzerten in Serie spielen können, um Pauls Stimme zu schonen. Aber wir planen einige
Open-Air-Konzerte im Sommer.
Warum fehlt Bassist John Deacon?
Natürlich wäre es schön, wenn er bei unserem Tour-Comeback dabei wäre. Aber er hat nun mal den musikalischen Ruhestand gewählt. Da kann
man nichts machen. John genießt sein Leben fern ab des Tour-Stress, ist aber in unseren Herzen mit dabei, so wie natürlich auch
Freddie!
Ohne Freddie Mercury und John Deacon – manche Kritiker bezeichnen diese Queen-Tour als Mogelpackung.
Das ist Queen, weil Roger Taylor und ich Queen sind! Uns geht es dabei nur um die Musik. Wir wissen, dass wir gemeinsam mit Paul Rodgers sehr
gute Musik machen können. Sehr gute Rockmusik, etwas, das dem Musik-Business ohnedies seit Langem fehlt. Und daran sollten sich die Kritiker
erfreuen! Die Fans tun das, was der Vorverkauf ja beweist.
Wird Paul Rodgers dabei der einzige Sänger sein?
Nein, auch Roger und ich werden Vokal-Parts übernehmen. Und auch Freddies Stimme wird manchmal erklingen.
Wird man auch Ihren allergrößten Hit hören, „Bohemian Rhapsody“?
Das ist eine sehr schwierige Entscheidung, die wir noch nicht getroffen haben. Denn dieser Song ist viel zu sehr Freddies Baby. Letztendlich
muss es Paul entscheiden, ob er das Stück singen will. Doch zum Glück haben wir nicht nur diesen einen Hit. Das schwierigstes Unterfangen auf
dieser Tour heißt nämlich nicht: Was spielen wir? Sondern: Was spielen wir nicht? Aber wir werden schon deutlich mehr Queen- als Free- und
Bad-Company-Songs spielen.
Sie waren seit 19 Jahren nicht mehr mit Queen auf Tour. Auf welche Songs freuen Sie sich am meisten?
„All Right Now“ und „Can’t Get Enough Of Your Love“ und all die anderen Songs von Paul Rodgers! Denn nun auch die Songs aus seiner
grandiosen Karriere zu spielen, das ist das wirklich Spannende an dieser Tour. Das ist viel spannender als unsere Songs. Aber durch Paul entdecke
ich gerade viele Queen-Songs ganz neu. Und auch Freddie war mir durch ihn schon lange nicht mehr so nahe wie in den letzten Tagen.
Ist diese Tour nun der würdige Abschied der Band Queen – oder ein Neubeginn?
Das wird mit Sicherheit nicht als unsere Abschieds-Tournee laufen. Diese Zusammenarbeit mit Paul Rodgers öffnet uns so viel neue
Möglichkeiten. Es wird weitere Konzerte geben, auch in den USA, wo wir zuletzt 1982 gespielt haben. Und auch wieder neue Musik. Vielleicht
spielen wir ja schon den einen oder anderen brandneuen Song auf dieser Tour.
Interview: Thomas Zeidler
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